Aus der Chronik der Fliegergruppe Riedlingen

1929

Erster Flugtag in Riedlingen auf dem Wiesengelände zwischen Kastanienallee, Bahndamm und der heutigen Bundesstraße B 311. Prominentester Teilnehmer waren Hauptmann Hermann v. Köhl, der im Jahr zuvor erstmals den Atlantik von Ost nach West überflogen hatte und Heidi Schumann. Neben den Akrobaten Schindler und Spindler zeigte Heidi Schumann einen Fallschirmabsprung aus 300 Metern Höhe

1933

Gründung einer Fliegergruppe durch den damaligen Leiter des „Freiwilligen Arbeitsdienstes“ (untergebracht in der alten Fabrik Gönner gegenüber der Firma Gairing im heutigen Flurbereinigungsamt) Oberfeldmeister Zimmermann, Stadtbaumeister Xaver Maier, Adolf Gröber und Willy Hammer. Der Gasthof „Zum Lamm“ wird Vereinslokal und Werkstätte zugleich. Zimmermann bringt einen Schulgleiter „Zögling“ nach Riedlingen.

1934

Nach Fertigstellung des RAD-Gebäudes (heute altes Konrad-Manopp-Haus in der Zwiefalter Straße) ist Zimmermann Oberfeldmeister beim RAD der Abteilung Riedlingen. Mit Hilfe der Stadt, Oberfeldmeister Zimmermann und seinen Mannen wird im Gewannteil Ofenwisch ein Fliegerhorst errichtet, der im ganzen Land Anerkennung findet. Die Kosten betragen 22.000 Reichsmark. Damit war die Grundlage für einen geregelten Werkstattbetrieb geschaffen.

Rohbau des Fliegerhorstes im Gewannteil Ofenwisch in Riedlingen
Ende 1934. Im Gebäude waren Werkstätten und Unterrichts-
räume untergebracht. Heute ist das Gebäude im Besitz der
Gebrüder Waldner GmbH.

Unter der Bauleitung von Karl Strang entsteht das Übungsflugzeug Grunau 9, der sog. “Schädelspalter“. Alois Kraft aus Bingen, Max Bausenhard aus dem nahen Altheim stehen als Fluglehrer bzw. Gleitfluglehrer zur Verfügung. Beim Bauernhof des „Bergflori“ an der Straße Langenenslingen - Friedingen werden die ersten Gummiseil-Starts durchgeführt.

Zweiter Flugtag in Riedlingen mit Teilnahme sämtlicher Fliegergruppen zwischen Ulm und Friedrichshafen.

Überflug einer Staffel Klemm-Flugzeuge der Flieger-
schule Böblingen beim Flugtag 1934 in Riedlingen.

1935

Vollendung und Einweihung des Fliegerhorstes. Flugtag an der Neufraer Straße.

1937

Auflösung der Fliegergruppen des Deutschen Luftsportverbandes und somit auch der Ortsgruppe Riedlingen und Eingliederung in die Reichsinstitution NSFK Nationalsoz. Fliegerkorps. Der bisherige Vorstand Adolf Gröber wird von Franz Xaver Maier abgelöst.

1938

Karl Strang, genannt „Melle“ baut als Werkstattleiter mit Josef Bertsch in 800 Werkstattstunden ein Übungsflugzeug Grunau-Baby IIa. Aufgrund dieser Leistung wird Strang hauptamtlicher Werkstattleiter.

1939

Unter der Leitung von Oberlehrer Franz Schmid entsteht in der Volksschule Riedlingen eine Modellbaugruppe. Im Spätherbst 1940 wird dieser im Riedlinger Fliegerhorst eine eigene Werkstatt zur Verfügung gestellt. Nach reger Basteltätigkeit und erlebnisreichen Flugversuchen gehen im Laufe der Jahre aus dieser Gruppe fast alle hervor, die an der Neugründung der Fliegergruppe nach dem II. Weltkrieg beteiligt waren und begeisterte Segelflieger wurden.

1942

Die Stadt verkauft den Fliegerhorst an das NSFK für 30.000 Reichsmark. Karl Strang wird technischer Leiter an der Reichssegelflugschule auf der Teck. Im Fliegerhorst werden zahlreiche technische Lehrgänge für den Fliegernachwuchs aus nah und fern abgehalten. Geflogen wird am Hang bei Langenenslingen, in Schlechtenfeld und auf dem Flugplatz in Mengen.

1945

Kriegsende. Verbot jeglicher fliegerischer Betätigung. Sinnlose Zerstörung der noch vorhandenen Flugzeuge. Der Fliegerhorst geht in Privatbesitz über.

1949

Erstes Geheimes Treffen ehemaliger Segelflieger mit dem Ziel der Gründung einer Interessengemeinschaft.

1950          Gründung der FG Riedlingen e.V.

Gründung einer Interessengemeinschaft für Segelflug. Die Siegermächte beabsichtigen aufgrund der Intervention der noch jungen Bundesregierung das Flugverbot in Deutschland aufzuheben. Die Interessengemeinschaft Segelflug in Riedlingen ist mittlerweile schon 24 Personen stark mit zunehmender Tendenz. Geleitet von Idealisten wie Karl Schreyer, Dr.Eugen Steidle, den Brüdern Gustav und Fritz Seeger, Rolf Luft, Karl Strang und vielen weiteren Gleichgesinnten ist man bereit, einen Verein ins Leben zu rufen. Nach Aufhebung des Flugverbotes treffen sich 46 Personen am 07. Oktober 1950 zur Gründungsversammlung in Riedlingen im Gasthaus Lamm und gründen die „Fliegergruppe Riedlingen“. Erster Vorsitzender wird Dr. Eugen Steidle, zweiter Vorsitzender Hans Joachim Selchow, Kassier Fritz Seeger und Schriftführer Franz Ziegler. Zu Beisitzern werden Adolf Gröber, Karl Strang, Walter Haag und Karl Schreyer gewählt. Die Fliegergruppe wird noch im gleichen Jahr Mitglied im damaligen „WLV“ Württembergischen Luftfahrtverband e. V.- . Erster Fluglehrer der Fliegergruppe wird der 2. Vorsitzende H. J. Selchow, technischer Leiter wird Karl Strang.

Die Gründungsmitglieder: Karl Schücke, Franz Honnef, Walter Haag, Rose-Marie Haag, Eugen Hohloch, Gustav Seeger, Günther Sorger, Karl Groß, Erwin Kienle, Alois Senser, Manfred Krügel, Theo Zieger, Karl Schreyer, Franz Schmid, Hubert Haberbosch, Gustav Dihlmann, Karl Schmid, Edi Maier, Peter Maurer, Walter Graf, Karl Lehn, Erwin Piepka, Manfred Wentz, Anton Schnekenburger, Walter Lorinser, Klemens Wanner, Kurt Hieber, Schweikhart Gröber, Rolf Luft, Adolf Prozakewicz, Herbert Hildebrand, Karl-Heinz Lemke, Curt Lößnitzer, Alfred Rehm, Franz Lauter, Josef Bertsch, Dr.Eugen Steidle, Hans-Joachim Selchow, Adolf Settele, Ernst Settele, Adolf Gröber, Karl Strang, Alois Kraft, Fritz Seeger, Franz Ziegler und Willi Mennet

1951

Der Segelflug wird von der Alliierten Kontrollkommission offiziell freigegeben. Unter der Aufsicht von Karl Strang wird zunächst in seiner Werkstatt und später in einem Raum der Maurerlehrwerkstätte im Unterried (jetzt THW-Unterkunft) ein Schulgleiter SG 38 gebaut. Holme, Rippen und andere Hauptbaugruppen konnten z.Zt. der Besatzung vor dem Zugriff der Militärpolizei in Rudi Bucks Schreinerei gerettet werden. Mitgliederzahl 63.

1952

Im Februar feierliche Taufe des neuen Schulgleiters auf den Namen „Franz Xaver Maier“ auf dem Marktplatz Riedlingen. Nachmittags findet bei tiefem Neuschnee mit der Seilwinde der Biberacher Fliegerkameraden auf den Wiesen hinter dem Schlachthaus ein kleiner Flugtag statt.


Windenstart des SG38 an der Biberacher Winde bei eisiger
Kälte zwischen Schlachthof und Vöhringer Hof Februar 1952

Schulgleiter SG38 "Franz Xaver Maier" der Fliegergruppe Riedlingen beim Gummiseilstart in Sonderbuch bei Blaubeuren im Jahre 1952 Riedlinger Flieger beim Pfingstlager 1952 vor ihrem SG38. Im Bild u.a. die heutigen Ehrenmitglieder Rolf Luft (vordere Reihe, 4. v. l.) und Fritz Seeger (Bildmitte) sowie Gustav Seeger † (mittlere Reihe, rechts außen).

1953

Zum Zwecke einer Schulgemeinschaft wird mit der Fliegergruppe Mengen im Teilselbstbau ein Schulungsdoppelsitzer „Bergfalke II“ gebaut und auf den Namen „Donauschwalbe“ getauft. Die entstandene Fluggemeinschaft „Donautal“ mit den Kameraden aus Mengen fliegt an den Wochenenden im Wechsel auf dem Flugplatz in Mengen.

Werksattarbeit am Bergfalken II in der Maurerlehrwerkstatt in Riedlingen

1955

Bau des Einsitzerflugzeuges „Grunau Baby III“ in Arbeitsteilung mit den Kameraden des Biberacher Luftsportvereines. Die Riedlinger Flieger bauen zwei Rümpfe, die Biberacher zwei Flächenpaare. So kommt jeder Verein mit deutlich weniger Aufwand zu einem neuen „Baby“. Die Stadt Riedlingen überlässt der Fliegergruppe eine Baracke des ehemaligen Reichsarbeitsdienstes. Diese wird abgebrochen und an günstigerer Stelle im Unterried an der Schwarzach wieder aufgebaut.

1958

Zweiter Vorsitzender H-J Selchow gibt sein Amt als Fluglehrer an Rolf Luft ab.

1959

Kauf eines im Rohbau befindlichen einzigen Segelflugzeuges „L-Spatz 55“. Das Flugzeug wird in den kommenden zwei Jahren von den Mitgliedern fertig gebaut.

1960

Die Fliegergruppe Oggelshausen schließt sich den Riedlingern an und baut für den gemeinsamen Flugbetrieb eine Doppeltrommelwinde.

1961

Feierliche Taufe des zwischenzeitlich fertig gestellten L-Spatz 55 auf den Namen des bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten Vereinskameraden „Fritz Queck“.

1962

Oggelshausen trennt sich wieder von der Fliegergruppe Riedlingen. Die Fliegergruppe kauft sich daraufhin in Bad Windsheim eine gebrauchte Winde, Typ Backnang.

Luftaufnahme des Fluggeländes am südwestlichen Stadtrand, unmittelbar an der Donau, im Jahre 1963.

1964

Nach sechsmonatiger Lieferzeit erhält die Fliegergruppe aus Münster das erste Leistungssegelflugzeug „Ka6 Rhönsegler“ zum Preis von 12.000,- DM. Das einsitzige Flugzeug hat eine Spannweite von 15 m und ist ganz aus Holz gefertigt. Bei der feierlichen Taufe auf dem Marktplatz durch Bürgermeister Ernst Wetzel erhält der Segler den Namen „Stadt Riedlingen“.

Feierliche Taufe des ersten Leistungsflugzeuges Ka6 auf den Namen "Stadt Riedlingen" am 13.9.1964 durch Bürgermeister Ernst Wetzel. Die Stadt Riedlingen stiftete den zugehörenden Rettungsfallschirm.

1965

Willi Queck fliegt mit der Ka 6 von Riedlingen nach Le Locle nahe der schweizerisch-französischen Grenze (Gegend von Neuchatel). Gesamtstrecke ca. 250 km. Tags darauf startete mit dem gleichen Segler Fluglehrer Karl Bertsch in Riedlingen und landet auf dem Flugplatz Birrfeld am Schweizer Jura (ca. 150 km). Margot Seeger fliegt mit der „Stadt Riedlingen“ in einem 5 Stundenflug über Stadt und Umgebung von Riedlingen und schaffte damit die Bedingungen zum „Leistungsabzeichen C in Silber“.

1966

Unter der Leitung vom Karl Bertsch wird eine leistungsfähigere Startwinde des Systems Backnang gebaut. Als Antrieb dient ein 5,4 Liter Motor aus einem Oldsmobil „Roket“ mit 206 PS.

1967

Kauf einer weiteren, gebrauchten Ka6 CR von der Fliegergruppe Rottweil zur Förderung des Leistungsfluges.

1968

Nach siebzehn Jahren im Amt gibt Dr. Eugen Steidle sein Amt als erster Vorsitzender aus gesundheitlichen Gründen an Karl Selig ab und wird auf Vorschlag der Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden der Fliegergruppe Riedlingen ernannt. Im November verstirbt Dr. Steidle. Zweiter Vorsitzender Oberlehrer Franz Schmid stellt seinen Posten ebenfalls zur Verfügung und wird von Dr. Gottfried Brendler abgelöst. Franz Schmid wird in Würdigung seiner Dienste um den Verein zum Ehrenmitglied der Fliegergruppe Riedlingen ernannt.

Im August Baubeginn einer eigenen Flugzeughalle mit Vereinsheim und Werkstatt auf dem jetzigen Fluggelände am südwestlichen Stadtrand und Fertigstellung des Rohbaues im November. Das Gebäude wird ausschließlich in Eigenleistung und nach Feierabend erstellt. Von den Mitgliedern werden dafür insgesamt 6000 Arbeitsstunden erbracht.

1969

Einzug in die neue Unterkunft, dank des tapferen Einsatzes der Mitglieder und der Spenden der Riedlinger Firmen.

1970

Dr. Brendler gibt bei der Mitgliederversammlung sein Amt als zweiter Vorsitzender an Helmut Steinhart ab. Verkauf des L-Spatzen und Kauf des ersten Motorseglers „B-Falke“ von der Fa. Scheibe-Flugzeugbau in Dachau.

1971

Erstes Hallenfest mit Flugtag der neu gegründeten Fliegergruppe am 18.und 19. September. Die Veranstaltung findet bei der Bevölkerung großen Anklang und wird seither jährlich Anfang September abgehalten.

1972

Modernisierung des Flugzeugparks durch Verkauf des bisherigen Schulungsdoppelsitzers „Bergfalke“ und Kauf eines doppelsitzigen Schulungssegelflugzeuges „Blanik L 13“ in Ganzmetallbauweise.

1973

Erneut Wechsel in der Vorstandschaft. Erster Vorsitzender wird Helmut Steinhart, zweiter Vorsitzender wird Gustav Seeger. Kassier wird Herbert Stauß, Schriftführer Fritz Seeger. Als Beiräte werden gewählt: Fritz Welte, Helmut Schäfer und Klaus Häckel. Untersagung des Flugbetriebes auf dem Fluggelände der FG Riedlingen durch die zuständige Luftfahrtbehörde wegen der geplanten Riedlinger Westumgehungsstraße, die genau durch den Flugplatz verlaufen sollte. Dank Verhandlungstaktik von Vorstand Helmut Steinhart mit Unterstützung von Bürgermeister Wetzel und dem Entgegenkommen der Grundstückeigentümer wird das Vorhaben beigelegt und der Flugbetrieb wieder aufgenommen.

1974

Erlass der „Flugbetriebsregelung für das Segelfluggelände Riedlingen“ vom 16.04.74 durch die zust. Luftfahrtbehörde. Beschluss zur Anschaffung des ersten einsitzigen Kunststoffsegelflugzeuges „Club-Libelle H205“ der Firma Glasflügel in Saulgau.

1975             25 Jahre Fliegergruppe Riedlingen e. V.

Im Mai Auslieferung der bestellten Club-Libelle. Im Rahmen des traditionellen Herbstfestes der Fliegergruppe im September wird das 25-jährige Jubiläum bei einem Festabend mit geladenen Gästen in der Fliegerhalle groß gefeiert. Am darauf folgenden Sonntag findet der Flugtag mit Beteiligung der Bundeswehr statt.

1976

Kauf einer weiteren, unfallbeschädigten Ka6 und Reparatur in der eigenen Werkstatt unter Leitung von Werkstattleiter Alex Hammer. Der Rumpf des Rhönseglers war vor dem Leitwerk abgebrochen.

1977

Anschaffung eines neuen Motorseglers Scheibe Falke SF 25 C der Fa. Scheibe in Dachau. Der bisherige B-Falke wird in Zahlung gegeben. Das Flugzeug ist mit einem 60 PS Limbach 4 Zylinder 4 Takt Otto Boxermotor ausgerüstet.

1978

Für die Motorflieger des Vereins wird ein gebrauchtes viersitziges Motorflugzeug vom Typ Cessna 172 F angeschafft. Das Flugzeug ist mit einem 210 PS Continental-Motor und Dreiblatt-Verstellpropeller ausgerüstet.

1979

Abgabe einer der drei Ka 6 en der Fliegergruppe wegen Nachwuchsmangel. Am Ende der 70er Jahre kann die FG auf eine Gesamtstartzahl von 25 232 Starts und eine Gesamtflugstundenzahl von 7 447 Stunden auf vereinseigenen Flugzeugen zurückblicken.

1981

Herbert Stauß wird erster Vorsitzender, Felix Eisele löst Fritz Seeger als Kassier ab.

1982

Werner Blank übernimmt bei der Jahreshauptversammlung das Amt des Kassierers.

1983

Verkauf einer Ka 6 und Anschaffung eines weiteren einsitzigen Kunststoffsegelflugzeuges vom Typ „Jeans Astir“ der Fa. Grob in Mindelheim. Wegen zu geringer Auslastung wird das 1978 erworbene Motorflugzeug Cessna 172 wieder verkauft.

1984

Kauf eines zweisitzigen Kunststoff-Reisemotorseglers vom Typ „H 36 Dimona“ der Firma Hoffmann. Das Flugzeug bietet gegenüber dem Falken eine deutlich höhere Reisefluggeschwindigkeit, wesentlich mehr Komfort und wird deshalb von den Mitgliedern überwiegend für längere Streckenflüge und Urlaubsreisen durch ganz Deutschland und ins benachbarte Ausland verwendet. Der C-Falke findet seine Verwendung überwiegend in der Schulung des Motorseglernachwuchses.

1985

Im September Ausstellung „50 Jahre Luftfahrtgeschichte in Riedlingen“ im Gebäude der Kreissparkasse Riedlingen mit Information der Bevölkerung und Vorstellung des neu erworbenen Segelflugzeuges Jeans-Astir. Anselm Buck löst Werner Blank als Kassier ab.

1987/1988

Erweiterung der zu klein gewordenen Werkstatt durch eine flexibel gestaltete Winterwerkstatt. Generalüberholung der Startwinde durch die Mitglieder Andreas Jasbinschek und Karl Hertkorn. Nach einem Beschluss der Mitgliederversammlung und der baurechtlichen Genehmigung wird im September 1988 mit der Erweiterung der Flugzeughalle begonnen. Der Anbau (Stahlträgerkonstruktion mit Profilblechverkleidung) wird überwiegend in Eigenleistung erbracht.

1989

Im April Fertigstellung des Hallenanbaus nach insgesamt 2000 Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder. 300 m² Stellfläche für die Motorsegler wurden damit neu geschaffen. Zum Ende der 80er Jahre sind die Gesamtstarts auf 39 911 und die Gesamtflugstunden auf 13 097 angestiegen.

In Eigenleistung der Vereinsmitglieder entsteht 1989 ein Hallenanbau mit ca. 
300 m2 neuer Stellfläche für Flugzeuge.

1991

Bei der Jahreshauptversammlung löst Clemens List Gustav Seeger nach 18 Jahren als zweiten Vorsitzenden ab. Neuer Schriftführer wird Karl Dula und löst damit Fritz Seeger nach 38 Jahren in diesem Ehrenamt ab. In Würdigung seiner langjährigen Dienste wird Fritz Seeger zum Ehrenmitglied der FG Riedlingen ernannt. Neue Beiräte werden: Petra Seehofer, Dieter Pfender und Helmut Frank. Franz Seehofer wird Technischer Leiter und Bernhard Klar wird neuer Ausbildungsleiter. Er löst damit Rolf Luft ab, der dieses Amt seit 1958 ausübte. Verkauf des bisherigen Schulungsdoppelsitzers Blanik L13 nach Santiago de Chile und Kauf des Nachfolgemodells Super-Blanik L23 der Firma LET. Mitglieder holen den Segler selbst im Werk in Tschechien ab und nutzen die Gelegenheit zu einer Werksbesichtigung.

1992

Umstellung des Rechnungswesens der Vereinsverwaltung auf PC.

1993/1994

Verkauf der letzten Ka 6. Damit ist auch für die FG Riedlingen die Ära der Holzsegelflugzeuge vorbei. Bei einer Mitgliederversammlung wird der Beschluss gefasst, den bisherigen Motorsegler Dimona H36 durch das Nachfolgemodell „Super Dimona HK 36 R“ der Firma HOAC in Wiener Neustadt zu ersetzen. Dieser ist mit einem leistungsstärkeren Triebwerk, einem wassergekühlten Rotax 912 A mit 59 kW, ausgestattet. Die bisherige H 36 wird nach Holland verkauft.

1995

Um der steigenden Anzahl der Mitglieder mit Motorflugberechtigung entgegenzukommen und um den Segelflugpiloten die Möglichkeit des Flugzeugschlepps zu bieten, wird nach reiflicher Überlegung und Vorfinanzierung mehrerer Mitglieder die erneute Anschaffung eines Motorflugzeuges beschlossen. Im Herbst wird von der Sportfliegergruppe Ulm ein gebrauchtes viersitziges Motorflugzeug vom Typ DR400/180R der Firma Robin aus Frankreich übernommen. Das Flugzeug wird zum Schleppen von Segelflugzeugen und für Reise- und Passagierflüge eingesetzt.

1997

Bei der Jahreshauptversammlung gibt Anselm Buck nach 12 Jahren sein Amt als Kassier an Ralf Sträßle ab.

1999

Ende der 90er Jahre kann die Fliegergruppe auf ein Gesamtstartaufkommen von 55 216 Starts und eine Gesamtflugstundenzahl von 19 694 Stunden auf Vereinsflugzeugen seit Vereinsgründung zurückblicken.

2000            50 Jahre Fliegergruppe Riedlingen e.V.

Kauf eines gebrauchten einsitzigen Kunststoff-Leistungsegelflugzeuges vom Typ „Discus CS“ zur Förderung des Leistungsfluges. Im Rahmen der Jubiläumsfeier am 04.11.00 in der Gemeindehalle Neufra ist eine feierliche Namensgebung des Seglers auf den Namen des 1999 verstorbenen langjährigen Mitgliedes und Ehrenmitgliedes der Fliegergruppe, Gustav Seeger, geplant.

 

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